15.12.06

Guetzli: Marmeladeaugen

Momentan habe ich eine Ernährungskrise. Das ewige Vorgekocht-Aufgewärmte mag ich nicht mehr sehen, auf Mensa habe ich auch nicht gross Lust - und so bleibt eine schräge Diät, die unter anderem Mars und die jahreszeitlich bedingten Apéros und viel zu viel Zucker und Fett beinhaltet.
Da findet sich nicht viel Verblogbares - doch ich habe vor geraumer Zeit mein Guetzlirezept des Jahres versprochen : Marmeladenaugen.
Ich nenne sie beharrlich Madleineauge ("Madlänenouge" Jawohl, mit Berner Dialekt - obwohl ich alles andere als Bärndütsch spreche) - fragt mich bitte nicht warum!. Wobei - soll ich das Rezept wirklich veröffentlichen? Als ich die Kommentare zu Claudias Mohnkuchen las, schwankte ich schon ein bisschen - schliesslich wird hier auch ein böses Fertigprodukt verwendet - welches meiner Meinung nach den Guetzli das gewisse Etwas verleiht.
Die Guetzli sind wunderbar knusprig, schmecken nach Vanille und Weihnachten und erhalten mit dem Marmeladeklecks den letzten Schliff


Marmeladeaugen
nach "Das Buch vom Backen - die grosse Schule" Köln 2003

Gibt ca 25 Stück

80 g sehr weiche Butter
40 g Zucker
2EL Milch
1/2 TL Vanillearoma
125 g Mehl
2 TL Backpulver
40 g Vanillepuddingpulver

Mamis Erdbeermarmelade (eine andere Konfitüre geht auch ;) ) für die Füllung

Backofen vorheizen: 180 Grad Celsius.
Die Butter ausgiebig cremig schlagen. Zucker einrieseln lassen und mit dem Handrührer zu einer hellen, schaumigen Masse verarbeiten. Aroma und Milch unterrühren. Mehl und Backpulver dazu sieben, Puddingpulver beigeben und alles zu einem weichen Teig kneten.
Mit einem Teelöffel den Teig portionieren und zu kleinen Kugeln formen, welche mit grossem Abstand auf ein bebackpapiertes Blech gegeben werden.
Einen Kochlöffelstiel leicht in die Kugeln bohren. (Aus topologischer Sicht sollte das Ding allerdings eine Kugel bleiben. Sorry-Insider). Die Löcher mit reichlich Marmelade befüllen. Womit der Name "Augen" erklärt wäre.
Jetzt noch das Blech in den Ofen schieben und es dort für ca 15 Minuten lassen (Plätzchen dunkeln ziemlich, macht ab

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