4.6.08

Mein Beitrag kontra Volksverdummung

Nennen Sie mir eine Frau, deren wissenschaftliche Arbeiten von grosser Bedeutung sind und die nicht Marie Curie heisst!
Es dünkt mir oft, dass die eben genannte Dame als Alibi-Frau herhalten muss, wenn es um die weiblichen Verdienste geht. Dabei gab es doch einige ebenfalls sehr talentierte und erfolgreiche Frauen, die dem öffentlichen Bewusstsein ebenso ihren Platz verdient hätten wie Schrödinger, Bohr, Planck, Einstein oder Feynmann.
Deshalb und weil ich aus persönlicher Erfahrung weiss, dass ein weibliches Vorbild vonnöten sein kann: Eine kleine Liste von Frauen(non-exhaustive), welche mir bislang während des Studiums ganz nonchalant in einem Skript begegnet sind:

Emmy Noether

(Quelle, unbekanntes Copyright)

und ihr famöses Theorem: Sobald Sie in einem System eine Symmetrie haben, ist eine physikalische Grösse konserviert. Das tönt hübsch, simpel und war ein Meilenstein.


Lise Meitner
(Quelle, privater Gebrauch erlaubt)
hat eben mal locker flockig die theoretische Erklärung für die Atomspaltung geliefert.



Maria Goeppert Mayer
(Quelle, privater Gebrauch erlaubt)
erklärte warum die Elektrone so um den Atomkern angeordnet sind wie sie angeordnet sind.


Chien-Shiung Wu
(Quelle, privater Gebrauch erlaubt)
wies experimentell nach, dass Symmetrien nicht alles sind und dass linksrum und rechtsrum für Teilchen nicht dasselbe ist . (Tönt komisch, ist aber so)

(Für weitergehende Informationen gibt es wie immer Wikipedia und seine weiterführenden Hinweise)

1 fois derivable:

rike a dit…

Ich bekam als Mädchen immer Biographien (un)bekannter Wissenschaftlerinnen/Philosophinnen/Malerinnen/..., da das schon meine Mutter ärgderte. Ich fürchte, ich werde meiner Tochter ähnliche Lektüre schenken müssen, da sich das Bewusstsein hier nicht weiter entwickelt hat. Das ist mehr als traurig. Aber wenn wir Frauen und Töchter da konsequent bleiben, werden auch die Männer irgendwann da nicht mehr drum rum kommen.