- Drüben bei Franziska Haine gibt es eine interessante Diskussion darüber, wie sich Bloggerinnen nennen. Darum geht es einerseits darum, weshalb Frauen ihr Geschlecht oft schon im Blogtitel angeben (oder umgekehrt, weshalb Männer das nicht tun). Andererseits ist auch eine der Frage, die wir uns als Bloggerinnen stellen müssen, wieso wir uns selbst so oft mit Verniedlichungsformen à la Mädchen oder Fräulein bezeichnen.
- Im Zuge dieser Diskussion auch ein interessanter Ausspruch von Antje Schrupp :"Noch eine letzte Bemerkung: Dass die Männer (die meisten) sich über solche Fragen „Wie spreche ich über mein Geschlecht-Sein“ keine Gedanken machen halte ich nicht für eine Stärke des männlichen Denkens, sondern für eine Schwäche. Sie blenden da einen wichtigen TEil der Realität aus und das macht ihre Analysen natürlich schwach und fehleranfällig. Platt gesagt: Sie glauben, sie seien normal, wir wissen, dass wir nicht normal sind. Das ist ein großer Vorteil des weiblichen Denkens. Es gibt also keinen Grund, die Männer um ihre „Geschlechtsneutralität“ zu beneiden oder gar zu bewundern." Einerseits möchte ich begeisternd zustimmen, andererseits, zieht man den Gedanken weiter, so braucht es immer eine normative Gruppe, die die anderen Gruppen darauf stösst, dass sie eben nicht normal sind.
- Tristesse deluxe analysiert ein besonderes WC-Schildchen.
Und falls ein Graphiker zu wenig zu tun hat: Kümmern Sie sich doch mal um ein WC-Schildchen, das frei von Sexismus und für Analphabeten verständlich ist. - In eigener Sache nerve ich mich gerade sehr, wie mir aufgrund meiner weiblichen Sozialisierung jegliche handwerkliche Grundfähigkeiten abgesprochen werden. Ginge es nach meiner männlichen Entourage, könnte ich weder einen Nagel in die Wand hauen, noch eine Abdichtung richtig ankleben, geschweige denn zwanzig Kilo in der Gegend rumtragen. Ich habe solche Attitüden eigentlich für übertriebene Emanzenlegenden gehalten. Sind sie nicht. Sondern hier aktuell, Europa 2011. Und so langsam dampft es aus meinen Ohren, niedliche kleine Wutwölkchen.
21.1.11
Feministische fünf Minuten V
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Mademoiselle Différentielle
à
18:54
dérivées partielles: les femmes
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2 fois derivable:
Zu den WC-Schildchen:
Ich arbeite in einer Versicherung. Auf dem Schild für die Damen-Toiletten ist eine Bluse abgebildet. Bei den Herren ist es eine Anzugsjacke mit Krawatte. Das finde ich sehr passend, denn es entspricht tatsächlich dem Kleidungsstil der Angestellten.
Mit deinem letzen Paragraph bin ich völlig einverstanden. Über dem zweiten.., glaube ich das wir Männer und ihr Frauen denken verschiedener Weise, und beiden sind “normale”. Gibt es nicht “eine” normative Gruppe, sonst “zwei” normative Gruppen. Und so es ist schön. Als es wurde in einem Film darüber gesagt: “Vive la difference!”
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