A und B sind beste Freunde und verlieben sich in C. Hatten wir so ähnlich ja schon einmal. Item, Stoff gibt es ja genug, um 95 Minuten lang etwas zu erzählen. Könnte man meinen. Erzählt wird nämlich nicht viel, dafür collagiert. Abrupte Wechsel, knallige Farben. Die Ausstaffierungen der Hauptpersonen etwas zu übertrieben. Überhaupt, für den ganzen Film könnte man sagen, es ist ein bisschen zu. Ein bisschen zu collagiert aus Ozon und Bruni Tedeschi. Aber auch ein bisschen zu sehr der Versuch, eine eigene Stimme zu entwickeln, mit dem ruckartigen Zoom und der Zeitlupe. Ein bisschen zu ist auch die Musik. Zu aufdringlich. Grad "Bang Bang", von Ozon dazumals hervorragend in Szene gesetzt (wir verweilen kurz und erfreuen uns: )
Bei amours imaginaires wird das Lied sooft zitiert, dass es zu nerven beginnt. Klar, eine gecoverte Version, wir haben ja doch schon das Jahr 2011.
Ach, lieber Xavier Dolan, ich hätte den Film sosehr mehr geniessen können, wenn du dich nicht sosehr angestrengt hättest, um zu gefallen. Die Geschichte hätte soviel Potential, wenn nicht alles auf Teufel komm raus auf Kunst gemacht wäre. So schade.
Und die Szene, um die's eigentlich geht, die kommt auch erst am Schluss.
Aber wir sind ja ein Serviceblog hier, deshalb hier für Sie:
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