Ursprünglich sollte es mal italienisch angehaucht werden, doch während des Kochens musste ich an das Gespräch mit meinem Kollegen über die fischhaltige Küche seiner Heimat Galizien denken und an den einen Franzosen sowieso. So gibt es ein munteres Gemisch mit mediterranem Einschlag
Hommage méditerranéen
1-2 Zwiebeln, fein gehackt
2 Peperoni (hier grün und gelb), gewürfelt
1 Dose Thunfisch
2-4 Knoblauchzehen
Tomatenmark
(Rotwein)
ital. Kräutermischung
Salz, Pfeffer, Paprika
Teigwarenwasser aufsetzen, zum Kochen bringen, salzen, Teigwaren rein.
Ordentlich Olivenöl in einer tiefen Pfanne erhitzen, Zwiebeln und Peperoni anbraten. Ausdauernd.(Peperoni schmecken erst richtig gut, wenn die Haut verschmurgelt ist). Knoblauch und Tomatenmark dazupressen, rasch durchrühren und dann gleich den Thunfisch dazu, falls möglich nochmals kurz anbraten und mit ein wenig Wasser oder Wein ablöschen. Hitze reduzieren, mit den Kräutern und Gewürzen abschmecken.
Teigwaren abschütten.
Mit dem Thunfischgemisch vermengen.
Finito!
24.6.09
Hommage méditerranéen
18.6.09
....et finalement...
Das nimmt hier langsam absurde Züge an.
Situation: Allgemeines Niederlassen am Tisch, freundliche Konversation.
Plötzlich so:
" Tu veux servir la salade, Chérie?"
-"Je t'aime, Chéri"
Noch suche ich nach dem adäquaten Kausalzusammenhang.
10.6.09
Cocktailersatz
In einem Anfall plötzlicher Fast-Food-Gelüste festzustellen, dass keine adäquate Sauce vorhanden ist, kann in kreative Problemlösung umgewandelt werden:
Tomatenmark mit Rahm und Milch verrührt und einem Tropfen Cognac unterrührt führten zu einer angemessenen Lubrifizierung der gereichten Putenhäppchen in Paniermantel.
(Im Angesicht der halbverkohlten, halbrohen Stücke schmerzlich denjenigen vermisst, der Vorfrittiertes zuzubereiten weiss).
9.6.09
yay
Lob vom Chefchef.
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24.5.09
Pseudo-asiatisch für Fortgeschrittene
Den ganzen Tag, seit heute früh um sechs, habe ich Lust auf Sushi. Dafür reichten zwar weder Zeit noch Geld, doch mit den Resten im Kühlschrank wurde flugs etwas asiatisch Angehauchtes gezaubert. Gut, die geriebenen Zucchetti an Zitronensaft und Pfeffer mussten notfallmässig mit Zucker und thailändischer Gewürzmischung gerettet werden, die Kokospeperoni waren jedoch frei improvisiert und köstlich!
Kokospeperoni
1 Peperoni (rot), in 1 cm x 0.3 cm grossen Stücken (wobei die Varianz relativ gross sein darf)
2 getrocknete Chili
1 Tasse Kokosnussmilch
1 wenig geriebene Kokosnuss
1 gehäufter TL Maizena in ein bisschen Wasser aufgelöst.
Salz, Pfeffer, Paprika
Im Wok in einem Hauch von Fett die Peperonistücke kurz anbraten, gegen Ende der Bratphase die Chilis dazugeben. Mit der Kokosmilch ablöschen, ein, zwei Minuen köcheln lassen. Dann die Maizenalösung einrühren, aufkochen und eindicken lassen. Mit der Kokosnuss und den Gewürzen zu einem saveur sublime! verhelfen. (Eventuell mit einem Gutsch Halbrahm pimpen).
In ein Schüsselchen abfüllen.
Dazu gabs ein weiteres Schüsselchen mit dem angesprochenen Zucchettidesaster und Reis.
19.5.09
Geschmackvolle Schnipsel
- Ratatouille mit Senf gewürzt schmeckt überraschend gut. (Ist aber nicht auf meinem Mist gewachsen.)
- Herbes de Provence. Keine Null-Acht-Fünfzehn-Version aus dem Spar, sondern von bretonischen Jungfrauen unter der Sonne des Midi frühmorgens nach Vollmond handgepflückt, von Lemmingen transportiert und in mundgeklöppelte Spitzensäckchen abgefüllt, beinhaltet unter anderem Lavendel und geschmacksintensiven Thymian. Was soll ich sagen, egal ob Salatsauce, Rührei oder Ratatouille, meine Geschmacksknospen jublieren bevor mein Hirn überhaupt kapiert worum es geht.
- Gekühltes Salz hat übrigens keinen Einfluss auf die Geschmacksentwicklung der Speisen. Nur so.
Teilerfolge
Ischoallda.
Oder so.
Nume mit de Muschle gsiets schitter us.
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Back to Basics
Die Erinnerungen an Budapest: Warm und grau, viel Regen, nasse Turnschuhe, verdreckter Pomp - und dieses eine Café*. Wir bestellten Limonade und Eistee und bekamen hausgemachte Limonade und Eistee! Kein Vergleich zu herkömmlichen Produkten! Und eigentlich ganz einfach nachzubauen.
Aus der Erinnerung habe ich zu Hause experimentiert und bin zu leckeren Ergebnissen gekommen. Da die Wetterprognose für die nächsten Tage in Richtung schwül und heiss geht, fühlt sich vielleicht auch die eine oder andere Leserin inspiriert!
Ich nehme 2-3 Zitronen (bitte kein Zitronensaftkonzentrat nehmen, das ist einfach nicht dasselbe) und wasche sie unter warmem Wasser. Anschliessen werden sie kräftig trocken gerieben und gerollt. Auspressen und den Saft auffangen. Die Zitronenschalen kann man laut Frau Wildeisen in Plastikbeuteln einfrieren und bei Bedarf die entsprechen Quantität Zesten abraspeln.
Den Zitronensaft füllle ich mit Wasser auf einen Liter auf und stelle ihn in den Kühlschrank.
Wer mag, kann ein paar gehäufte Löffel Zucker dazu geben.
Eiswürfel à discretion.
[Hier stünde ein Photo aber mein Computer ist immer noch krank]
*Essensaufnahme in Ungarn ist ja so eine Sache, wenn man kein ungarisch spricht. Die einzige Lösung waren Restaurants mit mehrsprachigen Menükarten und entsprechenden Preisen.
15.5.09
.
Wir verzeichnen Teilfortschritte.
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8.5.09
Teepause*
- Warum kochen, wenn ein wenig Gemüse geschnippelt (Gurke, Tomate) mit zerkleinertem Käse (beliebig) mit ein wenig Olivenöl und aceto balsamico begossen, mit Salz, Pfeffer und Curry gewürzt, so lecker und nahrungsmittelpyramidenkompatibel sind? Ein Stück Brot dazu und fertig ist der Summerznacht.
- Der Nachbar gegenüber hat mit unbekannter Dame unanständig geknutscht und das Frauchen des hiesigen Auropurifax wurde gesichtet. (Ich muss mir einen Feldstecher erstehen)
- In den Vorlesungen immer häufiger gehört: "on n'est pas sur que ça se passe comme ça" - " un modèle prédit que..." oder der Knaller "Well, I'll explain to you the most simple model. However, personally I do not believe in this one ..."
- Neue Eisteesaison gestartet
- Stahlwolle und Essigreiniger - und alle Problème sind lösbar.
- Bin unfreiwillig auf kaltem youtube- Entzug, da das Motherboard seine Pflichten als beendet erklärt hat.
- Schonmal per Telefon ein diagnositique am
lebenden ObjektRechner durchgeführt? "Prenez un tourne-vis et ..." Sehr... speziell
*kindly referring to Frau...äh...Mutti
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3.5.09
Trouvez l'intrus
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| Von Blog |
Auch schön,wie man sich selbst überraschen kann.
Da Medikation, Alkohol sowie Schwangerschafts-und Stilldemenz auszuschliessen sind, wird es wohl das Alter sein.
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1.5.09
Synergien nutzen
Znüni: 1 Schnifel Käse
Zmittag: 1 Schnifel Käse
Zvieri: spanische Himbeeren partiell innen verfault, Schoggi und Colafläschli
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| Von kochen-Bilder |
Frustshoppen erlaubt es, notwendige Zutaten für das Frustessen zu erwerben und treibt gleichzeitig das latent depressive Subjekt aus dem Haus.
Sonne scheint.
Frustlernen kennen wir hier nicht.
Obwohl Migroskind bleibt zu sagen, dass Brot und Schoggi in jenem Supermarkt nicht empfehlenswert sind.
Sonst gut.
(Video anschauen, bitte)
Mein erstes Mal frischen Blattspinat
Nachtrag von Anfang Frühling da Kamera wieder gefunden.
Rezept von Frau Ostwestwind.
Der Volumensverlust im Garprozess ist erstaunlich.
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| Von kochen-Bilder |
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29.4.09
St. Jacques
Operation Jakobsmuschel angelaufen.
Erste Ergebnisse durchzogen.
Début de l' opération Coquille de St. Jacques.
Premiers résultats ne sont pas top-top.
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Wednesday bullets
- Bürokollege hat bald seine Verteidigung und ist zum dissertierenden Nervositätshaufen mutiert. Meine Güte, soviel haben wir noch nie über projektfremde Sachen gesprochen. (Eigne mir gerade Socialskills an. Soll man brauchen, heute, sagte man mir. Aber wir haben dann ja eh Krise.)
- Nach sage und schreibe drei Wochen gemerkt, dass ich bei einer wichtigen Mail anstatt "sehr geehrter Prof. Dr. Müller" lieber "sehr geehrter Prof.Dr. Hansueli" geschrieben habe. Und ich wundere mich noch, weshalb die Reaktion sehr verhalten war. Gnahahaha. Ich sollte mich mal mit meinem Unterbewusstsein unterhalten.
- Mitbewohnerin schloss um 22 Uhr die Haustür und ging schlafen.Folgte ihr um 23 Uhr.Heute Morgen stehen fremde Schuhe in der Garderobe. Anscheinend gibt es Männer, die durch unsere Türe hindurchdiffundieren können.Gruselig.
- Mir wieder mal bewusst geworden, wie toll die komplet asexualisierte, freundschaftliche aber dennoch distanzierte Arbeitsbeziehung mit Kollege II ist.
- Erfahren, dass mir 10 Monate bleiben, um wahlweise
b) mir einen gutbezahlten Job zu suchen, der die Anschaffung eines neuen edlen Kleides ermöglicht.
Die Aufgabenverteilung ist zudem noch nicht
klar, die Möglichkeiten sind
a)Brautjungfer/Trauzeugin,
b)Lesung und musikalische Untermalung,
c)Torte basteln,
d) Tätschmeister,
die Welt noch mehr als schon gemacht entdeckenswert, rosarot keine Farbe einer gesunden Weltanschauung und beim ausgewählten Subjekt das Unglückspotential versteckt aber hoch sei.
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26.4.09
Sunday
Kuchen.
Mal wieder.
Note to myself: Chère Mlle Diff, wir heizen nicht mit Kohle, Sie dürfen die Produktion einstellen.
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23.4.09
Nebensächlichkeiten, vielleicht. Trotzdem nervig
- Ein fiktives Blog der Ard stellt die Frage, was Frauen besser können, worauf hin reale Personen die heute populairen Vorurteile ins Netz schreiben. Frau..äh... Mutti verfasst dazu einen Eintrag, der ziemlich genau meiner Meinung entspricht. (Nur mit dem Kinderaustragen, da bin ich nicht einverstanden. Der Unterschied ist lediglich, dass die Frauen das können. Von besser kann man da nicht sprechen. Was heisst das schon, "ich bin besser schwanger als du"? Wie misst man das?)
- "Séance photo avec maquillage Pour que chaque femme puisse être fière d'elle.", sagt heute ein Inserat in einer wohlbekannten täglichen Gratiszeitung und impliziert so wunderbar, dass Frauen nur geschminkt schön sind und dass man stolz auf sein Aussehen kann-muss-darf. Ist Aussehen eine Leistung?
- Über Pénélope auf diesen Artikel gestossen, der sich auf eine Fotostrecke in der "Elle" bezieht. Unter dem Motto "Mollig aber sexy" werden Frauen abgebildet - mit Kleidergrösse 38-40. Das nennt man heute also mollig. (Kleine Anmerkung zum Artikel: Die Kleidergrössen in Frankreich sind um eine Nummer verschoben, eine Schweizer 38 entspricht einer französischen 40.)
- Noch mehr Mode: Frau Althaus macht ein paar Beobachtungen zur Entwicklung von Kinderkleidern, dem Rüschen-Rosa-Schleifli-vs-Baggypants-Wahn.
- Durch den Begriff der "Zensurursula" auf ihr Departement gestossen. Das heisst "Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend". Wieso nennen die sich nicht: "Bundesministerium für alle ausser erwerbstätige, alleinstehende Männer"? Und wie schafft man es, dass ein Staat, der für alle Bürger dazusein hat, gerade mal ein Departement braucht für praktisch alle Bevölkerungsgruppen?(Ist wahrscheinlich alter Kaffee, wurde in D wahrscheinlich öfters diskutiert, sorry für die Wiederholung und meine Ignoranz.)
- "Ce matin, quand je suis entré dans la salle, je voyais que des plouques et ton decolleté", sagte man mir heute morgen. Die gute Nachricht: er hat überlebt.
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17.4.09
Rumgeklickt III
-Pachelbelkanon, version I und version II (Ich LIEBE youtube!)
- Frau Modeste gebührt mein Dank für die Formulierung "Relativierung des
Kanons der eigenen Selbsverständlichkeiten".
-Anbei sei gesagt, dass "Verve" ein Wort ist, welches viel zu wenig benutzt
wird.(Irgendwo im Netz wiedergelesen.)
-Frau Rage erzählt was aus ihrem Leben. Das liest sich so gut. (Ich
glaube, unsere Omas kannten sich. Meine sagt solche Sachen ebenfalls.
Manchmal sagt sie auch: "Schwieg und bis ruhig!")
-Verrückte Flötisten. version I und version II und version III Kann man
ja mal machen. (youtube eben, Sie wissen schon)
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Einführung in die Europäische Küche: Quiche reloaded
"Liebes Fräulein Différentielle,
was ist eigentlich der Unterschied zwischen einer Quiche und einer Pizza?" fragte der wissbegierige Inder*, der gleichzeitig jede Handlung, die der Freund in der Küche vornahm, in sein Notizblock niederschrieb. Ich erging mich in einer zehnminütigen Erklärung mit unterstützender Gestik, rührte währenddessen meinen Clafoutisteig und redete dem Freund bei seinem kulinarischen Kunstwerk rein.Da sagte der Inder: "Ah ok, ich hab's verstanden. Prinzipiell ist es dasselbe."
Da war ich grad e bitzeli entsetzt.
Wir fangen also mit der Quiche an. (Weil: Hefeteig hätte noch stundenlang
aufgehen müssen)
Dazu braucht man mal
1 Backform mit Rand. Wähen-oder Quiche-oder
Springform bieten sich an.
Dann gehen wir ins Archiv und machen
1 Portion Wähenteig.
Vielleicht au e bitzeli weniger.
Der Teig darf in den Kühlschrank.
Für den Belag bleiben wir semi-klassisch, grundsätzlich darf alles drauf
was das Gemüsefach beherbergt:
Zwiebeln, soviel das Herz begehrt, in dünnen Ringli
Speckwürfeli
Zucchetti (wie kommen die bitte in den Kühlschrank um diese Jahreszeit?)
Die Zwiebeln und den Speck anbraten. Kann man, muss man aber nicht. Grad
roh auf den Teig geht auch.
Zucchetti ebenfalls in Ringli schneiden.
Eine Handvoll geriebenen Gruyère untermengen macht sich auch nicht
schlecht.
Den Teig aus dem Kühlschrank holen und auswallen, so gross, dass es in der
Form einen Rand gibt.
In die Form komplimentieren, den Belag drauflegen.
3-4 Eier verquireln, gerne mit
etwas Milch und
1 bitzeli Rahm, wenns denn sein muss.
Salz&Pfeffer
Guss über Quiche geben,
das Ganze in den Backofen, so ca bei 180 Grad.
Warten bis die Quiche gar ist. (Eier gestockt, Gemüse mehr oder weniger
durch)
Lektion 1 beendet.
*Also, das sagte er natürlich nicht so, sondern auf Englisch.
15.4.09
Das händ er ezz devo
Ich.
back.
NIE.
wieder.
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